Dienstag, Mai 01, 2007

Purer Wahnsinn am Tag der Arbeit

Der erste Mai ist ja bekanntlich der Tag der Arbeit. So entstieg ich denn auch heute schon früh dem Bette um mich der Botanik auf dem Balkon zu widmen. Macht ja auch Spaß - spätestens wenn dann alles in voller Pracht und Blüte steht und man sogar bewundernde Blicke dafür ernten kann.

Einen bewundernden Blick meinerseits erntete aber erstmal die Brötchen-Hilde von Kamps gegenüber. Nachdem ich nur zwei Kürbiskernbrötchen - zwei aus reiner Höflichkeit, denn eines hätte mir locker zum Frühstück gereicht - orderte, blaffte mich sie erstmal an "Und was noch?!" Es verdient doch Bewunderung, wieviel Missmut und Kürbiskernbrötchen man für 98 Cent erhält. Da bevorzug ich doch besser weiterhin die Discountfachangestellten beim Penner (Penny) am Steindamm - die der dortigen Randgruppe "normaler Kunde" überaus freundlich gesonnen sind.

Gegen Mittag, mein Balkon ist im Rahmen meiner derzeitigen Möglichkeiten begrünt, da es Sonntags, pardon, an Feiertagen und somit eben auch am Tag der Arbeit kaum möglich ist, botanische wie auch sonstige Bevorratung durchzuführen, glaub ich schon, mein Schwein pfeift. Da ich ein solches jedoch nicht mein eigen nenne, riskiere ich einen Blick vom bereits mehrfach erwähnten Balkon - und seh das ganze Gewerkschaftselend, wie es mal wieder für Verkehrsstau sowie akustische Umweltverschmutzung sorgt.

Ebenso interessant wie erschreckend aber war es, anhand des prozentualen Anteils der Beschallung festzustellen, dass die Gewerkschaften eine neue Zielgruppe entdeckt haben, als auch für sich begeistern konnten. Bei weit mehr als der Hälfte der "Demonstrationsmusik" wähnte man sich, schloss man die Augen, doch fast in Sommerfirsche irgendwo im ostanatolischen Bergland.

Apropos - zur Forderung "Wir wollen gute Arbeit" möchte ich nur soviel sagen: "Arbeit" wird so gut, wie man sie macht. Näheres dazu gerne gebührenpflichtig. ;-)

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