Sonntag, November 18, 2007

Offener Brief an Manfred Schell

Herrschaftszeiten, gibt´s denn nur noch Irre? Und warum kann Ihnen kein Einhalt geboten werden?

Da bemühen sich einerseits verantwortungsbewusste Unternehmer, den "kleinenMann" zum Umwelt- und Klimaschutz zu motivieren, und da sind dann andererseits Profilneurotiker wie der GDL-Chef Manfred Schell, der mit seinen unkontrollierten Machtspielchen vorsätzlich Schaden anrichtet.


Lieber Manfred Schell,

eigentlich würde ich ja schreiben, dass Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, aber ich weiß natürlich, dass sich so was nicht schickt. Außerdem kenne ich Sie auch gar nicht persönlich, so dass mein Eindruck wohl auch eher als subjektiv abgestempelt werden würde.

Dennoch – es stellen sich mir ein paar Fragen, was Sie und auch die GDL betrifft, der Sie seit nunmehr annähernd 18 Jahren als Bundesvorsitzender vorstehen. Sagen Sie mal Herr Schell, was haben Sie eigentlich seit 1989 so gemacht bei der GDL? Also ich mein nur, weil Ihnen so plötzlich einzufallen scheint, dass die Lokführer von jetzt auf gleich so drastisch unterbezahlt sind. Das hat doch wohl nix mit Ihrer Pensionierung im März nächsten Jahres zu tun, oder? Wobei, ja, ich versteh Sie schon, echt. Wär´ nämlich auch zu blöd, wenn sich dann Ihre Jünger fragen würden „Was hat der Schell denn eigentlich die ganze Zeit gemacht?“ Ne, das is schon gut, dass Sie vor der planmäßigen Abfahrt ins Rentnerdasein noch einmal so richtig die Rampensau machen. Wenn Sie schon in fast zwei Jahrzehnten nichts geleistet haben, was Dritte dazu veranlassen könnte, Ihnen ein Denkmal zu bauen, dann müssen Sie da aber noch flugs was initiieren, das Sie unvergessen macht, näch? Blöd nur, dass Ihnen niemand Beistand geleistet hat, der auch nur den geringsten Funken Ahnung hat, wie man so etwas glaubwürdig umsetzt. Die Forderung nach (plötzlich!!!) 31 Prozent sind eine Farce und vor allem Zeugnis dafür, dass Sie seit 1989 wohl nicht viel mehr für die in die Gewerkschaftskassen einzahlenden Lokführer gemacht haben, als diskret in den Sessel zu furzen. Naja, manche schaffen nicht mal das.

Dass Sie bis dato auf den unrealistischen Forderungen beharren und entweder niemand den Mut gefunden hat, Ihnen zu sagen, wie unsinnig und vor allem peinlich Ihr Unterfangen ist, oder Sie schlichtweg zu stur sind, Ihre maroden Gehirnzellen zu aktivieren und nachzudenken, spricht eine mehr als deutliche Sprache. Ich persönlich schätze Menschen mit Rückgrad und Intelligenz, die sicher alle auch Fehler machen, aber soviel Größe haben, sich auch dazu zu bekennen. Davon sind Sie leider weit entfernt Herr Schell, der schon cholerisch anmutende Machtmissbrauch, den Sie mit einer überaus bewundernswerten Konsequenz zu betreiben wissen, lässt tief blicken. Wieso suchen Sie nicht für ein paar Eurofuffiz eine professionelle Dame auf, an der Sie Ihre Machtgelüste ausleben können? Ganz ehrlich, das würde ihr Image deutlich verbessern.

Aber Ihre neurotische Hau-Ruck-Aktion, mit der Sie über Leichen gehen und unzähligen Menschen schaden... Sorry Herr Schell, aber damit disqualifizieren Sie sich selbst und es würde mich nicht wundern, nein, ich hoffe es sogar, dass Ihre so offensichtlich an den Tag gelegte Geistesschwäche zeitnah zur logischen Konsequenz führt: Ihrer Entmündigung.

In diesem Sinne,
gute Besserung

Uschi Urlaub

2 Kommentare:

Kurt Kugelrund hat gesagt…

Sehr schön! Ich nehm'mir gerade den anderen "Knallkopp" (Mehdorn) vor ...

Uschi Urlaub hat gesagt…

Also die Domain www.entmuendigt-manfred-schell.de wär noch zu haben...

Vielleicht sollte ich eine Kampagne in´s Leben rufen.