Donnerstag, November 06, 2008

"Machtsucht-Song" - für Andrea Y. aus W.

Politik ist momentan ja das Thema schlechthin in unserer Republik. Wir jubeln gen dem nunmehr designierten US-Präsidenten Obama und sind schlichtweg begeistert. Dabei verlieren wir nun fast die heimische Politik gänzlich aus den Augen. Aber wir haben ja unser Yps, das nunmehr, zum eigenen Leidwesen, schier heimtückisch von den eigenen Genossen verraten wurde. Was das Yps aber keinesfalls daran hindert, nach einer Heulorgie emotionaler Entlastung vor versammeltem Landesvorstand, erneut als Spitzenkandidatin der hessischen Sozis in die Neuwahlen zu ziehen, die für Januar 2009 angesetzt sind.

Soviel Ignoranz Sturheit Dummheit Mut muss belohnt werden!

Sehr geehrte Frau Ypsilanti,
liebe Andrea (unter uns WiederstandskämperInnen),

ich habe mir, aus aktuellen Anlässen, erlaubt, Ihnen ein Liedlein zu schreiben. Bedauerlicher Weise kann ich jedoch nur Blockflöte spielen, weshalb ich sodann aus Effizienzgründen die Musik des grenzgenialen Songs "Westerland" von Die Ärzte geklaut hab. Farin, Rod, Bela, Sahnie - verzeiht mir bitte!!!

Ihr Wahlkampflied, sehr geehrte Frau Ypsilanti, liebe Andrea, der "Machtsucht-Song". Von mir. Nur für Sie. Und ganz in Linke-Rot.


Jeden Tag sitz ich im Landtag
und ich hör dem Roland zu,
er sitzt da auf meinem Throne,
und ist eine blöde Kuh.
Diese große Machtsucht, wird nie zu Ende gehen,
warum will mich keiner wähln?

Oftmals halt ich meine Klappe,
stell mir vor, wie schön es wär,
ich die Leitkuh der Regierung,
das fänd ich revolutionär.
Diese große Machtsucht, wird nie zu Ende gehen,
warum will mich keiner wähln?

Oh ich hab so arg Machtsucht,
leider wenig Verstand,
niemand schätzt meinen Wortbruch,
dabei war’s fürs Hessenland.

Wie oft stand ich schon vorm Stadtschloß,
wie oft auch schon neben mir,
wie oft mussten sie mich retten,
wenn ich mich heillos blamier?
Diese große Machtsucht, wird nie zu Ende gehen,
warum will mich keiner wähln?

Oh ich hab so arg Machtsucht,
leider wenig Verstand,
niemand schätzt meinen Wortbruch,
dabei war’s fürs Hessenland.

Es ist zwar etwas peinlich,
ich dacht’ echt, es wär der Franz
und ich weiß jeder Sozi hier,

wär ne genau so blöde Gans...

Oh ich hab so arg Machtsucht,
leider wenig Verstand,
niemand schätzt meinen Wortbruch,
dabei war’s fürs Hessenland.


Samstag, September 13, 2008

Link! Frau Yps fällt auf falschen Münte rein

Andrea Ypsilantin wird immer mehr zur neuen Peinlichkeit der SPD. Doch darf einer Frau, die Regierungsverantwortung übernehmen möchte, DAS passieren?

Montag, September 01, 2008

Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar

Danke Hansenet!

Nicht nur, dass keine Outbounds möglich sind, nein, offiziell bin ich auch nicht erreichbar.

Reaktion bislang gleich Null. Aber wer weiß, vielleicht versucht Hansenet mich ja auch telefonisch zu erreichen.


Notwendiger Nachtrag: Der technische Defekt wurde noch am selben Tag behoben, trotz Kenntnis von den desaströsen Umgangsformen der Callcenter-Agents (Ja, Plural)nahm man hierzu jedoch keinerlei Stellung.

Liebe Alice von Hansenet, lieber Brad Pitt!

Wir kennen uns nun nicht persönlich, aber indirekt zahle ich Ihre Gage mit, weshalb ich mir erlaube, Sie direkt anzuschreiben. Ich hätte Sie auch anrufen können, sicher. Aber weder habe ich Ihre Rufnummer noch einen funktionierenden Telefonanschluß. Und damit wären wir auch prompt beim Thema.

Ihre Kollegen, die an den Hotlines sitzen, konnte ich zwar mit viel Mühe erreichen, jedoch konnten und wollten diese mir nicht helfen, was sie auf offen zugaben. "Da kann ich Ihnen auch nicht helfen." meinte Herr G. F. von der Störungshotline ganz und gar ehrlich und wünschte mir zudem viel Spaß, nachdem er mir, sehr sehr clever, vorschlug, doch einfach von einem anderen Telefonanschluß aus zu telefonieren. Ich mein, liebe Alice von Hansenet, lieber Brad Pitt, es ist ja nun nicht so, als dass ich die ganze Telekommunikationsanbiert-Palette hier verfügbar hätte. Und gerade Sie, Herr Pitt, wissen ja aus eigenem Werbespot, wie aufgeschmissen man ohne Anbindung so ist.

Liebe Alice von Hansenet, lieber Brad Pitt - könnten Sie vielleicht mal flugs Ihre Kollegen aus der Technik darauf hinweisen, dass in Hamburg St. Georg offensichtlich die Leitungen bröckeln? Ich würde nämlich nicht nur gerne wieder telefonieren sondern dies überdies auch noch störungsfrei. Ohne Weltkriegsrauschen und ohne dass die Verbindung nach 5 Minuten abbricht. Das macht nämlich alles einen eher schlechten Eindruck. Machen Sie das liebe Alice von Hansenet, lieber Brad Pitt? Dieser Service am zahlenden Kunden sollte doch sicherlich mit Ihrer Gage abgedeckt sein. Denn ich verstehe natürlich, dass geringqualifizierte, vermutlich zudem schlecht bezahlte Callcenter-Mitarbeiter hierzu wenig motiviert sind.

Danke liebe Alice von Hansenet.
Danke lieber Brad Pitt.

(PS: Jegliches Feedback von Alice, Brad Pitt und Hansenet oder gar die Behebung der Störung wird selbstredend hier kundgetan.)

Sonntag, August 17, 2008

Gräfin gesucht – Von Blattlausbalz und rohem Fleisch

Das Schöne an Gräfin gesucht ist zweifellos die, als kaum mehr möglich erachtete Steigerung von Peinlichkeiten von Folge zu Folge. So wird langsam auch nachvollziehbar, weshalb die sich selbst als gesellschaftliche Elite sehenden Herren keine Scheu vor einer öffentlichen Zurschaustellung bei der Balz hatten.

Balz, so wird im Tierreich gemeinhin das Werben um das Weibchen genannt, ist ein gutes Stichwort dachte sich wohl auch der humorvolle Benedikt als er seine Weibchen, Verzeihung, seine Probe-Gräfin natürlich, anhielt, den akustischen Genüssen der Blattlausbalz zu lauschen. Gabriela hörte nichts – und erkannte auch nicht des Adligen humoristische Absicht hinter diesem Feuerwerk der Spaßigkeit. Doch immerhin: Mit den beiden Bediensteten war sie auf gleicher Wellenlänge. Und wer bitteschön, nimmt seine langjährige Zugehfrau nicht herzlich in den Arm, wenn er diese dem quasi schon designierten Eheweib vorstellt?

Benedikts Zuneigung zur vermeintlich verschlossenen Gabriela wurden insbesondere auf dem Hochsitz recht deutlich. Mehr oder minder in die Enge getrieben war Gabriela, mit Champagner und hausgemachten(!) Schoko-Erdbeeren nur geringfügig entschädigt, schutzlos und ohne Fluchtmöglichkeit der Tuchfühlung des Romantikers ausgeliefert.

Männlichkeitsfaktor: 1 von 5 Punkten
Sexappeal: 1 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 5 von 5 Punkten
Souveränität: 3 von 5 Punkten

Endlich durfte auch Michael seine auserkorene Traumfrau auf Zeit vom Bahnhof abholen. Zeigte er sich beim Warten auf Helen noch sichtlich nervös, so schwand die Anspannung bei ihrer Ankunft sichtlich. Bussi-Bussi und ab in den Chayenne – erst dort fielen ihm ihre Extensions auf und er konnte kaum den Blick von ihr lassen.

Als typische Single-Wohnung bezeichnete er sodann die Tatsache, dass man beim Betreten seines Wohnbereichs als erstes im Schlafzimmer landete. Nun denn, jeder so wie er mag – und wie er´s braucht. Zumindest unterstreicht diese Tatsache die ballermannschen Züge des Blaubluts. Bei diesen Bildern und Aussagen würde sich dessen berühmter Vorfahr, nach welchem eine der wichtigsten Münchner Straßen, der Oskar-von-Miller-Ring nämlich. benannt wurde, am liebsten wohl vom Sockel der Münchner Ruhmeshalle stürzen.

Auch Michaels Humor ist sehr speziell, so der Hinweis, dass sein Bett doch groß genug für zwei Personen sein. Er löste hingegen rasch auf und Helen, die ansonsten in einem Stundentenwohnheim residiert, bekam ein Appartement mit eigenem Bad. Potzblitz, so beeindruckt man 26jährige. Zumindest eher als mit einer Menübestellung für einen bis dato gänzlich unbekannten Menschen. Vermutlich wollte Michael ganz gentlemanlike sein, als er Tartar bestellte und somit den eigenen Appetit auf „rohes Fleisch“ zu befriedigen versuchte. Was ihm letztlich gelang, als er auch noch den Teller seiner Begleitung leerte. Nachdem er bei den Basics so versagte ist es wohl überflüssig, auf weitere Fauxpas einzugehen.

Männlichkeitsfaktor: 3 von 5 Punkten
Sexappeal: 2 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 2 von 5 Punkten
Souveränität: 2 von 5 Punkten

Zumindest 10-Minuten-Graf Moritz blieb sich treu. Timing ist alles und der Zuschauer ahnt schon, dass man sich im Zweifelsfall sogar zur Erfüllung ehelicher Pflichten in 10 Minuten zum Beischlaf trifft. Im Zweifelsfall eben, denn auch dem Segeltörn wohnte, wie zuvor schon bei der Kutschfahrt, auch vor der Kamera wieder einmal Publikum bei. Wer mag da nicht an Imagepolitur denken? So verwundert es letztlich auch nicht, dass Moritz, nachdem sich der erste Schock über die bajuwarische Tischdeko gelegt hatte, nur zu gerne an der Weißwurst gezuzelt hätte. Doch Ärztin Anke legte lieber Hand an – während Moritz sich ebenso dümmlich wie unbeholfen beim Bier einschenken blamierte.

Fazit: Patrick Lindner ist immer noch Favorit, allerdings könnte Guido Westerwelle ihm dicht auf den Fersen sein.

Männlichkeitsfaktor: 0 von 5 Punkten
Sexappeal: 1 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 4 von 5 Punkten
Souveränität: 1 von 5 Punkten

Constantin hat sich immerhin halbwegs tapfer geschlagen. Mag sein, dass er zum Zeitpunkt der Aufzeichnung auf Schadensbegrenzung bedacht war. Die potentielle Heiratskandidatin wurde formvollendet vom Hotel abgeholt und zum Frühstück gekarrt. Dort langte sie mit Schmandkuchen(!) erst einmal richtig zu. Der anschließende Trip in den Gartenmarkt verlief überwiegend glimpflich, lässt man Constantins Fettnäpfchen „Such Dir ein Geschenk aus“ außen vor. Glücklicherweise zeigte sich Mirja wenig irritiert. Hallo?! Welche halbwegs intelligente Frau sucht sich im Gartencenter(!!!) ein Geschenk(!!!) für sich selbst aus? Mit Verlaub werte Herren (im Allgemeinen), aber wenn Sie schon schenken möchten, dann bedarf das durchaus einiger, vor allem aber auch kreativer Mühe.

Das Blumentopf-Gebuddel auf dem Balkon war sicherlich so spannend wie das Setzen eines Einlaufs für einen altgedienten Gastrologen, da konnte auch der Champagner und die zwischenzeitlich mit Schnittblumen gefüllte China-Pressvase nichts gegen ausrichten.

Männlichkeitsfaktor: 3 von 5 Punkten
Sexappeal: 2 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 1 von 5 Punkten
Souveränität: 2 von 5 Punkten

Gräfin gesucht - Es rast geschwinde, das Gesinde

Aus aktuellen Anlässen (kommerzielle Weltrettung etc.) die etwas verspätete Zusammenfassung der 2. Folge „Gräfin gesucht“. Endlich war es nämlich soweit; drei von unseren vier Blaublütern, in der Boulevardpresse gerne als Hagestolze (Vgl. Meyers Lexikon ) bezeichnet, bekamen Besuch von den auserwählten Damen.

Benedikt, noch immer als humorvoller Romantiker gehandelt, durchlebte (und überlebte glücklicherweise auch) eine augenscheinlich postpubertäre Extrem-Anspannungsphase. Hektisch wurden Haushälterin mitsamt Gehilfin angewiesen, diverse Blumensträuße, quasi der Inbegriff adeliger Romantik, im ganz offensichtlich stark sanierungsbedürftigen Gutshäuschen resp. dessen Gästezimmern zu verteilen. Bunte Obstteller setzten sodann noch ein paar farbenfrohe Akzente. Und diese hatte das Mobiliar, das seiner Beförderung zur Antiquität mit stoischer Ruhe und Gelassenheit entgegensieht, auch dringend nötig.

Noch weniger Ruhe und Gelassenheit als zuvor zeigt Benedikt, als Gabriela endlich ankommt und er sie zum Tee bittet. Da klotzt er weniger denn er kleckert, letzteres nämlich ganz ordentlich. Zittrig wie Espenlaub, welches farblich sicherlich hervorragend zu seinem Faible für Moosgrün passt, mag der geneigte Betrachter sich schon so seine Gedanken gemacht haben, ob denn eine echten steifen Prise den Guten nicht vorschnell kollabieren lassen könnte.

Männlichkeitsfaktor: 1 von 5 Punkten
Sexappeal: 1 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 5 von 5 Punkten
Souveränität: 2 von 5 Punkten

Graf Moritz, von dem wir seit letzter Woche dank BILD wissen, dass er nur noch einen Hoden besitzt – ein tragischer Umstand der dazu führte, dennoch keine Tragödie, noch weniger aber ein Thema für die Öffentlichkeit – meistert den Hausbesuch der jungen Ärztin Anke schon souveräner. Und referiert in ausführlicher Ausführlichkeit zu den alten, zugegebenermaßen wirklich schönen Schätzchen seines Anwesens. Grotesk wird es jedoch bei der Kutschfahrt, die der hauseigene Pferdeflüsterer begleitet, als er mit, wie es so schön heißt „Ländereien“, ordentlich auf den Putz haut. Ich bin ja nach wie vor der Überzeugung, dass weniger der fehlende Hoden sondern vielmehr ein ganz anderer Umstand kompensiert werden soll. Mein Favorit für Moritz ist und bleibt Patrick Lindner.

Männlichkeitsfaktor: 0 von 5 Punkten
Sexappeal: 1 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 4 von 5 Punkten
Souveränität: 1 von 5 Punkten

Heiter wurde es bei Constantin, dessen deklariertes Charisma die gen-iale Mirja offensichtlich schlichtweg dazu veranlasste, sowohl Sommer- als auch Wintergarderobe einzupacken. Blöd nur, dass er sie aufgrund seiner erziehungsbedingten Moral – schütze Dich vor langen Fingern, gerade bei den blonden Dingern – prompt ins Hotel verfrachtete. Allerdings lies sich der Hausherr nicht lumpen und lud dann doch nicht ins Restaurant sondern ins herrschaftliche Esszimmer ein. Wenig herrschaftlich waren hingegen seine Tischsitten, wie er schon beim Weinglas vollendet bewies.

Einen in dieser Situation fürchterlichen Faux-Pas leistete er sich sodann noch im Nachgang, den wiederum BILD aufdeckte. Zitat seiner Begleitung: „Wir sind seit sechs Monaten ein Paar. Constantin will, dass ich bei ihm einziehe, wünscht sich Kinder mit mir.“ Tja, wer die Öffentlichkeit sucht und davon zumindest monetär profitieren möchte, der sollte auch damit umgehen können, sonst kostet´s nicht nur Ansehen sondern könnt´ auch so noch teuer werden.

Männlichkeitsfaktor: 4 von 5 Punkten
Sexappeal: 3 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 0 von 5 Punkten
Souveränität: 1 von 5 Punkten

Premiere hatte Michael, der Kandidat vom Tegernsee, dessen blaues Blut ganz offensichtlich oberweitenfixiert recht schnell in Wallung gerät und der die Frau mit Feuer im Arsch sucht. „Wenn´s Arscherl brummt, is´s Herzerl gsund“ sagt der bayrische Volksmund und es könnte mit ein Lebensmotto des Kral-Kunst-Experten sein. Weitere Anforderungen an die Zukünftige: Sie muss zwingend mit dem „geselligen Familienmenschen“ lachen können. Mindestens so sehr wie er selbst, der er jeden seiner Sätze mit einem röhrenden „Höhöhö“ beschließt. Da spielt der intellektuelle Anspruch und Inhalt natürlich nur eine unbedeutende Nebenrolle.

Männlichkeitsfaktor: 2 von 5 Punkten
Sexappeal: 2 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 2 von 5 Punkten

Dienstag, August 05, 2008

Gräfin gesucht - Brunftzeit auf Schloss Ahrensburg

Endlich war es soweit – Sat1 blies zum großen Halali und das beziehungsbedürftige Blaublut checkte das bürgerliche Frischfleisch, das sich ihnen, mehr oder minder appetitanregend, auf dem Silbertablett präsentierte. Rund 1,06 Millionen Zuschauer, ein Marktanteil von immerhin 12,9 Prozent, wurden Augenzeugen des adeligen Brunftgebarens bei "Gräfin gesucht".

Bevor es zur Treibjagd aufging wurde, die sich selbst zum Freiwild erklärende Beute, jedoch erst einmal anhand der schriftlichen und digitalen Bewerbungen in Augenschein genommen. Mit Hilfe qualifiziert-professioneller Beratung durch Haushälterin resp. besten Freund und wenig vornehmer Zurückhaltung wurden die Damen begutachtet und die Beutetauglichkeit anhand der, oft im wahrsten Sinne des Wortes hervorragendsten Äußerlichkeiten, waidmännisch beurteilt. Die besondere Bürgernähe der heiratswilligen Kandidaten bewiesen diese zudem schon im Umgangston mit dem hauseigenen Personal. Da kann manchem „Normalo“, der die Zugehfrau höflich siezt und selbiges von ihr erfährt, durchaus schon elitäres Gehabe unterstellt werden.

Dass jedoch nicht nur Umgangston sondern auch Umgangsformen gemeinhin völlig überbewertet werden, zeigte sich sodann schnell, als es um die Aufhebung der Schonzeit potentieller Gräfinnen ging. Da wanderte der Blick bei der Begrüßung unverhohlen direkt ins Dekollete, die Damen wurden von oben bis unten gemustert wie eine Zuchtstute auf dem Rossmarkt - und die Akkolade nutzte manch einer der Blaublüter gar in Hundemanier zur präventiven Reviermarkierung, indem er die potentielle Eheanwärterin schlichtweg besabberte. Tiefgehende Gespräche rund um Genqualität und Fortpflanzungsfreude perfektionierten das Bild auf Viehmarkt-Niveau.

Zu den Kandidaten im Einzelnen:

Benedikt, als humorvoller Romantiker betitelt, zeigte sich zwar wenig romantisch, dafür jedoch sehr authentisch. Ein knorriges Nordlicht, immerhin des Plattdüütschen mächtig und sich dazu bekennend, schwankt er in Bezug auf die zu erlegende Beute noch ein wenig zwischen der heimischen Wildsau und der exotischen Antilope. Ihm sollte eine Entscheidung zwischen Vernunft (Sparsamkeit) und Verlangen (Fortschritt) nicht allzu schwer fallen, so dass schlussendlich die Dame das Rennen machen wird, welche das geringste monetäre Risiko darstellt.

Männlichkeitsfaktor: 2 von 5 Punkten
Sexappeal: 1 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 5 von 5 Punkten

Constantin, der charismatische Unternehmer, überzeugte primär durch offensichtlich erkennbare Testosteron-Überdosierung. Er fühlte sich sichtlich wohl in der Rolle des von der Beute umschwärmten Jägers und augenscheinlich war mindestens jeder zweite Gedanke beim vollendeten Blattschuss. Es scheint, als bliebe sich der bekennende Trophäensammler in allen Belangen konsequent treu - und somit dürfte es ihm letztlich auch ziemlich egal sein, was ihm vor die Flinte kommt.

Männlichkeitsfaktor: 5 von 5 Punkten
Sexappeal: 4 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 1 von 5 Punkten

Moritz, der attraktive Gutsherr steht sicherlich ein wenig im Schatten der Kollegenschaft. Eher leidenschaftslos pulsiert das blaue Blut in den Adern und ein bunter Schmetterling dürfte ihn ganz sicher mehr in Entzücken versetzen als ein röhrender Zwölfender. Nebst auffallender Defizite in Sachen Umgangsformen und dadurch bedingtem Mangel an selbstsicherem Auftreten zeichnet er sich bislang eher durch einen immens hohen Gähnfaktor aus. Wen er damit beeindrucken kann? Nun, vielleicht ja Patrick Lindner.

Männlichkeitsfaktor: 0 von 5 Punkten
Sexappeal: 1 von 5 Punkten
Zukunfts-/Treuefaktor: 4 von 5 Punkten

Dienstag, Juli 08, 2008

Im Zeitalter der Globalisierung

Globalisierung rulez! Entfernung ist nichts. Zeit ist alles. Das weiß auch Air Berlin und reagiert prompt mit einem individuell daraufhin ausgerichteten Angebot - dem Parallel-Flug. Vermutlich durch´s Parallel-Universum...




Samstag, Juli 05, 2008

Taktgefühl wanted!

Wir Damen von Welt sind ja besonders bei einem Thema recht sensibel - der Figur. Gewicht und BMI stellen definitiv keinen Diskussionsgegenstand dar, zumindest wenn es um die eigenen Werte geht. Gegen die qualifizierte Erörterung diesbezüglicher Probleme von nicht anwesenden Dritten ist selbstredend nichts einzuwenden.

Überaus damenfeindlich mutet sodann zweifelsfrei die Offerte an, welche eine Online-Suche nach einem Einzelzimmer(!) im Berliner Kempinski Adlon ergab: "Doppelzimmer mit Zustellbett". Mein Breitenwachstum in allen Ehren, aber selbst ein schlichtes Kingsize-Gemach wäre sowohl theoretisch wie praktisch noch überdimensioniert.

Ich bin überaus pikiert! Jedoch verhandlungsbereit bezüglich versöhnlich stimmender Sonderkonditionen...

Dienstag, Juni 24, 2008

Skandal! Hamburger HSV-Traumpaar gespengt!

Haben Diekmann & Gefolge kürzlich noch die ARD wegen des, in der Tat extrem peinlichen Fahnen-Patzers verhöhnt, so melden sie heute als Hamburg-Aufhänger schier skandalöses: "Traum-Duo gespengt".






Ich weiß zwar nicht genau, wie man sich fühlt, wenn man mal eben so gespengt wird, stell mir das allerdings im Zweifelsfalle sehr schmerzhaft vor.

Schmerzhaft ist die erfolgte Spengung aber ganz sicher für die HSV-Fans, die nun die Folgen der unüberdachten und wenig sensiblen Entscheidung* des Präsidiums zu spüren bekommen. Lotto & Marek sind (waren) ein Stück wichtige Identität für den HSV und seine Anhänger. Aber was sind Identität, Tradition und Werte schon gegen den schnöde Mammon...

*) Böse Zungen würden sie (die Entscheidung) als Zeichen purer Unfähigkeit bezeichnen.

Freitag, Juni 13, 2008

Die Sterne lügen nicht!






Da ich am 1. Januar 1970 noch längst nicht auf diesem Planeten zugegen war, blieben auch große Ereignisse aus. Das wissen auch die Yahoo-Sterne, für die Freitag der 13. (Juni) schlichtweg nicht zu existieren scheint.

Ob das ein gutes Omen ist?

Dienstag, Juni 03, 2008

Weiber!

Nix gegen Alice Schwarzer, die - sogar ich - sehr schätze. Aber was sich in den Redaktionsräumen der Emma so abspielt(e), ist ein Paradebeispiel dafür, wie durchaus oft unfähige Möchtegern-Karrierefrauen Neid und Missgunst ausleben. Ein Haufen intrigierender falscher Schlagen, die sich auf ihr Opfer stürzen. Das, nein die doch eigentlich eine von Ihnen ist. Nur eben ein Schrittchen weiter als sie selbst. Dabei sollte die kluge Frau doch wissen "Es kann nur eine geben!" Müssen die anderen halt nebst Kompetenz (ja, auch Sozialkompetenz steht heutzutage wieder hoch im Kurs) ein klein wenig Flexibilität mitbringen. Der deutschsprachige Raum verfügt über ausreichend Medien, bei welchen die Chefredakteurs-Sessel in regelmäßigen Abständen ein neues Hinterteil begrüßen dürfen. Und so wünsch ich den Redakteusen der Emma, dass genau auf dem Sessel ein echter Arsch landet. Verdient haben sie´s

Anm. d. Verf: Stellen den Beitrags, die die erforderliche political correctness vermissen lassen, sind purer Ignoranz gedankt. Danke. Der Link im Titel führt übrigens zur frauenpowergeballten Story.

Freitag, Mai 02, 2008

Bio-Milch-Anbau???

Morgenstund hat bekanntlich Gold im Mund, leider, was mich betrifft, aber auch Tomaten auf den Augen. Dennoch verwunderte mich, dass es nunmehr augenscheinlich Milch aus kontrolliert biologischem Anbau gibt. Ein Folge der leidigen Diskussion um die Milchpreise?


Wie dem auch sei. Wer Hintergründe oder gar Methoden zum Milch-Anbau kennt, der möge mir diese bitte mitteilen. Ich würde dann nämlich gerne Milch-Selbstversorger werden und mir die zwei Liter, die ich im Schnitt wöchentlich verbrauchen dürfte, selbst auf dem heimischen Balkon anbauen.

Donnerstag, Mai 01, 2008

Gräfin gesucht - Galerist Michael von M.

Wer den letzten "Grafen" im Reigen der von Sat1 offerierten Adligen, Michael von M., Michael von Miller nämlich, direkt in Augenschein nehmen möche, dem sei ein Besuch in dessen Galerie für afrikanische Volkskunst in München angeraten, welche dieser leitet, wenn er nicht am Ufer des Tegernsee sitzt.

Wie würd´ Susi abschließend sagen "So meine Damen, nun müssen Sie sich entscheiden, welcher Graf ihr Herzblatt ist." Oder so ähnlich.

Gräfin gesucht - der romantische Benedikt von H.

Als romantisch und humorvoll wird bei "Gräfin gesucht - Adel auf Brautschau" Benedikt von H. deklariert - genauer Benedikt von Hobe, der das Herrenhaus Düttelbüll sein eigen nennt, jedoch seine Brötchen, nebst Kaviar und Champagner vermutlich, im Rehazentrum Glücksburg zu verdienen scheint.

Dienstag, April 29, 2008

Gräfin gesucht - alles über die Kandidaten

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit - nachdem quer durch die Senderlandschaft nach Stars und potentiellen Heiratskandidaten gecastet wird was das Zeug hält und die Superlative immer superlativer zu werden hat, springt nun auch Sat1 auf den Zug des modernen Medienkuhhandels auf.

"Gräfin gesucht!" lautet der vielversprechende Name des *räusper* neuen Formats. Ähm, moment mal - hat derlei einstige Upperclass, das ehrwürdige Blaublut, solch Vermarktung tatsächlich nötig? Mit einem lauten Ploooop! zerplatzen da plötzlich all meine Jungmädchen-Prinzessinnen-Träume. Vielleicht bin ich stockkonservativ, wenn ich denke, dass weniger manchmal doch mehr ist, aber meine edlen Kleidchen häng ich da doch flugs wieder in den Schrank und warte lieber auf den bürgerlichen Prinz, der noch echten Stil hat. Ist, nebenbei bemerkt, auch besser für´s Geschäft.

Andererseits - ich bin natürlich auch ein hilfsbereiter und vor allen Dingen guter Mensch, ich helfe, wenn ich nur helfen kann. Und wenn all diese Grafen derart in Nöten sind, so helfe ich doch gerne dem Schicksal ein wenig auf die Sprünge und damit all jenen, quasi schon desigierten Gräfinnen, die es bei der Vorauswahl vielleicht kalt erwischt hat...

Gestatten, die Herren Grafen - Teil 1

Graf Moritz zu R. - oder auch Moritz Graf zu Reventlow, der in Gewerbeimmobilienvermietung aber auch Landwirtschaft "macht" und über den die BILD heute berichtet.

Constantin von zur M. - genauer Constantin von zur Mühlen, ein echter Vorstand überdies, der sich in der Hausverwaltung verdingt, wenn er nicht auf Hof Siek weilt

Freitag, April 25, 2008

Da war sie wieder...

... die Mauer. Eben bei real. Als zwei ohrenscheinlich ostzonale Warenauffüllerinnen mir weismachen wollten, dass es die von mir präferierten Balkonpflanzen nur früh am Morgen gäbe, da diese - Aufgepasst!!! - am Abend schließlich schon welk wären.

Letztendlich gar nicht mal so schlecht, dass der Mauerfall im Kopf noch nicht stattgefunden hat und mich die Besserwessis nicht frühmorgens über den Tisch ziehen konnten. Denn, mal ehrlich, wenn das Männertreu schon am ersten Abend gar treulos dahinwelkt, wie maskulin-trostlos hätte mein Balkon dann den Sommer verbringen müssen...

Montag, April 21, 2008

Unbefristeter Poststreik - steht ver.di vor der Insolvenz?

Forderungen nach Mindestlohn - bewilligt und wieder teilweise gekippt - Zumwinkelsche Steueraffäre - Entlassungen trotz Arbeitsüberlastung für die gelben Briefzusteller - ...

Und jetzt Streik. Poststreik. Erneut. Wenn ver.di will - mit der Post wollen die Gewerkschafter derzeit nicht sprechen - dann ab dem 2. Mai unbefristet.

Keine schöner Zug, um es mal mit der Bahn zu sagen. Planmäßige Spätzustellung der Briefsendungen - bleibt zu hoffen, dass die Mitwettbewerber wissen, was jetzt zu tun ist. Und die Postmitarbeiter ausdauernd die Streikkasse leeren, damit ver.di endlich Insolvenz anmelden kann.

Abgesehen davon und weils mir immer noch auf den Nägeln brennt, die Diskussion um den Mindestlohn fand ich doch recht geschmacklos. Auch und vor allem aus Datenschutzgründen. Ich mein, wer so offensichtlich seinen Arbeitgeber repräsentiert, ob nun in gelb, orange oder grün, der könnte sich nach dieser unleidigen öffentlichen Debatte gleich seine Gehaltsabrechnung an die Stirn tuckern.

Ganz ehrlich, ich bin ja mittlerweile schon eher geneigt, den Briefzustellern mal einen Euro zuzustecken, statt dem Verkäufer von Hinz & Kunzt...

Sonntag, April 20, 2008

Ausgepufft - Ackermann lässt trotzdem blasen.

Nämlich zum Marsch. Was scheinbar in der Vergangenheit Gang und Gäbe war, Besuche bei Prostituierten, im Unternehmensjargon "Erwachsenen-Vergnügungen" genannt, über die Spesenabrechnung geltend zu machen, ist künftig nicht mehr möglich. Naja, zumindest meine Unternehmenssprecher Stefan Baron, dass die "Sparvorschläge im Prinzip für das gesamte Unternehmen" Gültigkeit hätten. Ach so - ja ne, ist klar.

Deutsche Bank verbietet Bordellbesuche auf Firmenkosten

Sonntag, März 30, 2008

Flirten mit Erfolg - so geht´s

Während sich dickliche Damen noch am Uschi-Prinzip versuchen (von welchem ich mich hiermit abermals ausdrücklich distanziere!) oder als Flirttrainer gegen schnöden Mammon das Blaue vom Himmel in Sachen erfolgreiches Flirten versprechen, habe ich mich mutig an den Selbstversuch gewagt.

Aufgabenstellung: Wie komme ich schnell, ehrlich und vor allem ohne jegliche Peinlichkeit mit meinem potentiellen Beuteschema, alternativ netten Menschen ins Gespräch?

Gewagt und gewonnen - die Lösung ist so simpel wie unkompliziert. Frau trage, je nach Witterung dieses oder eben, an kälteren Tagen dieses Shirt und begibt sich alleine oder mit gleichgesinnten Mädels in die Öffentlichkeit. Dauer bis zum ersten Neukontakt ca. 7 Minuten.

Selbstverständlich müssen aber auch die Herren nicht aussen vor bleiben. Hiermit oder auch damit ist die Chancengleichheit wieder hergestellt und die Frage nach Feuer bleibt selten länger als 10 Minuten aus.

Großer Vorteil - durch die strategisch schier grenzgeniale Vorgehensweise bleiben intolerante NichtraucherInnen und Miesepeter/Miesepetras von Anfang an außen vor.

Mittwoch, März 26, 2008

Berechtigtes Interesse

Gestern in der Bücherei machte ich mich voller Elan auf die Suche nach "Stroh im Kopf" von Vera F. Birkenbihl. Leider vergass ich es jedoch in der ganzen Hektik. Der Untertitel des Werks lautet übrigens "Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer" - der Inhalt wird gerne als Schlüssel zum besseren Gedächtnis bezeichnet...

Montag, März 24, 2008

Erkenntnis des Tages!

DVD´s müssen nicht zurück gespult werden. Coole Techik! ;-)

Aus gegebenem Anlass sodann auch eine Buch/Hörbuch/Film-Empfehlung. "Helden wie wir!" von Thomas Brussig. Irgendwie dreimal gänzlich anders, definitiv aber dreimal schlichtweg genial und sensationell.

Sonntag, März 23, 2008

Ostergedicht "Gedanken einer Henne"

Es hüpft ein kleiner Osterhase,
mit einer rosaroten Nase,
ein Körbchen auf dem Hasenrücken,
zum Atelier, hinter den Brücken.

Dort schuften schon, seit vielen Tagen,
zwölf Hennen, die sich redlich plagen,
die schönsten Eier flott zu legen
und ihnen einen Anstrich geben.

„Na Mädels?“ fragt der Osterhase.
„Hör auf, ich hab am Arsch ´ne Blase!
Das Eierlegen im Akkord,
das ist der reinste Hennenmord!“

Die Oberhenne ist gar sauer.
„Ne, das ist kein Job auf Dauer.
Ich reiß mir hier den Arsch schier auf,
für 20 Cent, im Ausverkauf!

Kein Mensch schätzt heut doch noch ein Ei
und denkt sich irgendwas dabei,
wenn er´s im Korb nach Hause trägt,
dann lustlos in die Pfanne schlägt.“

Der Osterhase nickt bedächtig,
„Tja nun, der Mensch ist eben mächtig,
das Tier ist Sache, dient zum Zweck,
es muss was leisten, sonst kommt´s weg.“

„Jaja, ich weiß, ich muss was tun,
sonst werd ich bald zum Suppenhuhn.
Trotzdem, es wär schon an der Zeit,
als dass der Mensch sich wieder freut.

Er wieder schätzt, was er verzehrt,
das Tier als Lebewesen ehrt.
Das Freude und auch Schmerzen spürt,
ob´s wild nun lebt, oder dressiert.“

© Uschi Urlaub 2008

Freitag, März 21, 2008

Da fall ich fast vom Glauben ab...

... allerdings bin ich keine Protestantin. Aber im Gegensatz zu den Katholiken scheinen die Protestanten durchaus mehr Realitätssinn zu haben und diesen auch zu leben.

Hut ab und Respekt! Die evangelische Kirche Wandersleben hat einen Literaturpreis ausgelobt. Für erotische Gedichte und Kurzgeschichten!

Mehr zum Menantes-Preis für erotische Dichtung

Sonntag, März 16, 2008

Das Mannsche Ende

Auch vermeintlich beschauliche Sonntage können es in sich haben. So schoß mir doch justamente eine, für Emanzen schier zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit durch den Kopf.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viele Namen auf -mann enden??? Ackermann, Beckmann, Neumann, Zimmermann, Bachmann, Altmann, Neumann, Grundmann, Stratmann,...

Und wie wenig auf -frau. Wenn überhaupt. Ich finde, darüber sollte man, äh, frau sich doch auch mal aufregen. Ich jedenfalls werde künftig, zumindest wenn ich auf Krawall gebürstet bin, jegliche -manns entsprechend auf die unglaubliche Unpolitical Correctness hinweise, mit der sie so gänzlich ignorant vor sich hinleben.

Mann, mann, mann...

Samstag, März 15, 2008

HSV-Fans sind doof!


Trotzdem der HSV heute in der Partie gegen Dortmund siegte kam es in Hamburg zu Randalen. Einige Fans verstanden entweder das Endergebnis 1:0 nicht oder hatten mit anderen persönlichen Defiziten zu kämpfen. Dies führte sodann zu einem 1:1 - so das Verhältnis zwischen Polizeiaufgebot und den wenig hanseatisch agierenden Hooligans, die in der Langen Reihe einkesselt wurden. Soviel Kerle auf einen Streich - und keiner kann weglaufen. Wenn das mal nicht das Herz der bunten Anwohnerschar erfreut.

Nur mir ist heute nicht danach. Ich bin Bayern-Fan. Und ich trage die heutige Niederlage mit Würde und Fassung. Da kann sich so mancher HSV-Fan eine Scheibe (Bauchspeck) von abschneiden...

Sonntag, März 02, 2008

Ein Tief namens Uschi

Manchmal entfleucht sogar mir ein kleines Flüchlein, das einem Donnerwetter gleichkommt - immer dann, wenn mich so manch Verhalten gewisser Menschen schockiert. Der ganz offensichtlich konsequente Verfall von Sitten und Werten steht hier auf der Rangliste ganz weit oben.

Passend hierzu bietet die FU Berlin nunmehr entsprechende Tiefdruck-Patenschaften an. Wenn Sie also schon immer mal ein hochoffizielles Donnerwetter von "Uschi" ihr eigen nennen wollen, schlagen Sie zu.

Sonntag, Januar 13, 2008

1-Zimmer Appartement - Szenelage

Sankt Georg ist ziemlich wahrscheinlich das bunteste Viertel Hamburgs - und das ist gut so. Ein friedliches und fröhliches Miteinander macht den ganz besonderen Charme des Stadtteils aus und den Wohnraum in Alsternähe überaus begehrt. Auch für "Heten". So mutet das Angebot des Vermieters eines Appartements, das "inkl. "warm"" offeriert wird, doch schwer nach eindeutiger Zielgruppenansprache und klar definiertem Mehrwert für selbige an...

Freudenhaus?




Der Steindamm in Hamburg gilt gemeinhin als Ort, an dem Mann sich gebührenpflichtig verlustieren kann. So war es spätestens nach Inkrafttreten des AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) an der Zeit, ein entsprechendes Angebot für die emanzipierte Frau dort vorzufinden, das dieser die nachhaltige Aktivierung ihrer Lebensenergie ermöglicht.

Samstag, Januar 12, 2008

Wie tief kann man eigentlich noch sinken?

Ich bin ein Star - holt mich hier raus!

Die Definition für "Star" ist eben so kurz wie simpel - ein Star ist eine prominente Persönlichkeit, der ein gewisses Maß an Beliebtheit, Bewunderung und Verehrung zuteil wird. Folglich ist der Titel für das bei RTL laufende Dschungel-Spektakel doch ein wenig sehr reißerisch gewählt.

Den Namen des ein oder anderen "Prominenten" mag man ja noch kennen - aber mit Verlaub, was haben denn der Konsum von allerlei (sicherlich proteinreichen) Insekten und mediale Selbstverstümmelung noch mit einer Persönlichkeit zu tun? Wie krank muss eine Psyche sein, um sich, gegen schnöden Mammon versteht sich, so zu präsentieren? Um Grenzen zu überschreiten, die ein halbwegs stabil im Leben stehender Mensch schlichtweg verweigern würde? Haben diese "Stars" keine Würde mehr? Ganz schlichte "Menschenwürde"?

Sie lesen mich in der Tat betroffen...

Mittwoch, Januar 09, 2008

Gratisdienstleistungen - Post erweitert Produktportfolio um kostenlosen Service

Kostenlos aber nicht umsonst - wird aus dieser wahrlich schon ein wenig betagten Redewendung gar ein neuer Trend? Wenn ja, dann springt das Postamt im Hamburger Hauptbahnhof schier wörtlich auf diesen Zug auf.

Wer im Wettbewerb erfolgreich sein will, braucht innovative Ideen, gerade wenn ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wie beispielsweise die langjährige Monopolstellung, plötzlich wegfällt. Da is nix mit "auf dem Mindestlohn ausruhen"!

Vermutlich ist es ein Pilotprojekt, welches das zuvor bereits näher bezeichnete Postamt derzeit durchführt. Der Ablauf ist ebenso clever wie gewinnträchtig.

Tag A
Kunden, die mehrere unfrankierte Sendungen einliefern, zahlen ein Packset XS mit. Ohne dieses zu wollen oder gar zu erhalten. So kommt Geld in die Kasse.

Blöd nur, wenn Kunde den Beleg haben will. Noch blöder, diesemal allerdings ganz klar für den Kunden, wenn er dann auch noch, nach 18 Uhr, feststellt, dass er besagtes Packset bezahlt hat.

Tag B
Der Kunde liefert, pünktlich um 17.59 Uhr (eine Minute vor verschlossener Tür *höhö*), weitere unfrankierte Sendungen ein und konfrontiert die Briefmarken-Fachverkäuferin vom Vortag mit den unglaublichen Geschehnissen um das Packset. (Anm. d. Verf.: Ein Kartönchen, ein Packset XS ist ein Kartönchen. Ein leeres Kartönchen. Zum Kurs von 1,49 Euro! Da lob ich mir doch meine Freundinnen von Deichmann & Co., die verschenken solche im Bedarfsfall nämlich.) Diese, also die Briefmarken-Fachverkäuferin, dementiert natürlich alles und zeigt, aus einer Mischung zwischen Stolz und Hilflosigkeit, den Bildschirm ihres Arbeitsplatzes. Weil wenn überhaupt, was natürlich nienicht sein kann, dann wäre DER nämlich schuld. Der Kunde dementierte auch. Nämlich, dass er so dämlich wäre, einen leeren Karton für 1,49 Euro zu kaufen.

Weniger ob später Einsicht, sondern vielmehr aufgrund des anstehenden Feierabends, reagierte dann aber auch die Briefmarken-Fachverkäuferin. Und wie! "Jetzt muss ich holen!" fährt Sie den Kunden barsch an, stapft von dannen, schnappt sich ein Kartönchen, das als Packset deklariert ist, stapft zurück, scannt ein und knallt sodann 1,49 Euro in kleinen Münzen vor dem Kunden auf den Tresen. Der dann auch noch, hinter zwischenzeitlich verschlossener "Gardine", seine unfreien Sendungen loswerden will. Was er auch wird - begleitet von fremdländischen Worten, die wenig Gastfreundschaft vermuten lassen.

Liebe Männer, die Sie gebührenpflichtige Dienste von peitschenschwingenden Damen in Anspruch nehmen - sparen Sie sich Ihr Geld und besuchen Sie die Deutsche Post. Hier werden Sie garantiert zum Nulltarif gedemütigt.

Und ich bin sicher, wenn nur die Nachfrage groß genug ist, dann gibt´s bald auch Peitschenhieben...

Mittwoch, Januar 02, 2008

Kontaktanzeigen! Männer und was Sie uns wirklich sagen wollen.

Aufgrund meiner umfangreichen Vor-, Aus- und Einbildung bin ich natürlich prädestiniert, die Männer zu verstehen. Und als Trendforscherin quasi dazu genötigt, Kontaktanzeigen von Männern zu lesen. So bleibt es natürlich nicht aus, dass ich, im Laufe meiner jungen Jahre, die Sprache der Männer gelernt hab.

Manchmal wünschte ich, das wäre mir erspart geblieben. Denn ICH versteh die Männer! Und das ist beileibe kein Spaß.

Was Männer wollen ist klar. Sie wissen schon. Männliche Abgründe tun sich jedoch auf, wenn sie sich selbst beschreiben, wie bei besagten Kontaktanzeigen oder in den einschlägigen Singleportalen.

Ich bin ein lebendiger und geistreicher Mann, der mit Ende 30 noch nicht tot ist.
Eigentlich bin ich depressiv, aber mein Therapeut meint, mir gehts gut. Mir gehts gut. Mir gehts gut....

Traumfrau oder doch nur das nette Mädchen von nebenan
Scheißegal wie Du aussiehst oder bist, hauptsache Du lässt mich ran.

DU solltest gerne auch mal öfter schöne Schuhe tragen.
Achtung Mädels, der Typ kauft Euch KEINE Schuhe - der betreibt höchstens Lederpflege.

Es sind immer nur Augenblicke, die unser Leben bereichern.
Solange Du das Licht auslässt ist alles gut.

Fortsetzung folgt...