Sonntag, Januar 13, 2008

1-Zimmer Appartement - Szenelage

Sankt Georg ist ziemlich wahrscheinlich das bunteste Viertel Hamburgs - und das ist gut so. Ein friedliches und fröhliches Miteinander macht den ganz besonderen Charme des Stadtteils aus und den Wohnraum in Alsternähe überaus begehrt. Auch für "Heten". So mutet das Angebot des Vermieters eines Appartements, das "inkl. "warm"" offeriert wird, doch schwer nach eindeutiger Zielgruppenansprache und klar definiertem Mehrwert für selbige an...

Freudenhaus?




Der Steindamm in Hamburg gilt gemeinhin als Ort, an dem Mann sich gebührenpflichtig verlustieren kann. So war es spätestens nach Inkrafttreten des AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) an der Zeit, ein entsprechendes Angebot für die emanzipierte Frau dort vorzufinden, das dieser die nachhaltige Aktivierung ihrer Lebensenergie ermöglicht.

Samstag, Januar 12, 2008

Wie tief kann man eigentlich noch sinken?

Ich bin ein Star - holt mich hier raus!

Die Definition für "Star" ist eben so kurz wie simpel - ein Star ist eine prominente Persönlichkeit, der ein gewisses Maß an Beliebtheit, Bewunderung und Verehrung zuteil wird. Folglich ist der Titel für das bei RTL laufende Dschungel-Spektakel doch ein wenig sehr reißerisch gewählt.

Den Namen des ein oder anderen "Prominenten" mag man ja noch kennen - aber mit Verlaub, was haben denn der Konsum von allerlei (sicherlich proteinreichen) Insekten und mediale Selbstverstümmelung noch mit einer Persönlichkeit zu tun? Wie krank muss eine Psyche sein, um sich, gegen schnöden Mammon versteht sich, so zu präsentieren? Um Grenzen zu überschreiten, die ein halbwegs stabil im Leben stehender Mensch schlichtweg verweigern würde? Haben diese "Stars" keine Würde mehr? Ganz schlichte "Menschenwürde"?

Sie lesen mich in der Tat betroffen...

Mittwoch, Januar 09, 2008

Gratisdienstleistungen - Post erweitert Produktportfolio um kostenlosen Service

Kostenlos aber nicht umsonst - wird aus dieser wahrlich schon ein wenig betagten Redewendung gar ein neuer Trend? Wenn ja, dann springt das Postamt im Hamburger Hauptbahnhof schier wörtlich auf diesen Zug auf.

Wer im Wettbewerb erfolgreich sein will, braucht innovative Ideen, gerade wenn ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wie beispielsweise die langjährige Monopolstellung, plötzlich wegfällt. Da is nix mit "auf dem Mindestlohn ausruhen"!

Vermutlich ist es ein Pilotprojekt, welches das zuvor bereits näher bezeichnete Postamt derzeit durchführt. Der Ablauf ist ebenso clever wie gewinnträchtig.

Tag A
Kunden, die mehrere unfrankierte Sendungen einliefern, zahlen ein Packset XS mit. Ohne dieses zu wollen oder gar zu erhalten. So kommt Geld in die Kasse.

Blöd nur, wenn Kunde den Beleg haben will. Noch blöder, diesemal allerdings ganz klar für den Kunden, wenn er dann auch noch, nach 18 Uhr, feststellt, dass er besagtes Packset bezahlt hat.

Tag B
Der Kunde liefert, pünktlich um 17.59 Uhr (eine Minute vor verschlossener Tür *höhö*), weitere unfrankierte Sendungen ein und konfrontiert die Briefmarken-Fachverkäuferin vom Vortag mit den unglaublichen Geschehnissen um das Packset. (Anm. d. Verf.: Ein Kartönchen, ein Packset XS ist ein Kartönchen. Ein leeres Kartönchen. Zum Kurs von 1,49 Euro! Da lob ich mir doch meine Freundinnen von Deichmann & Co., die verschenken solche im Bedarfsfall nämlich.) Diese, also die Briefmarken-Fachverkäuferin, dementiert natürlich alles und zeigt, aus einer Mischung zwischen Stolz und Hilflosigkeit, den Bildschirm ihres Arbeitsplatzes. Weil wenn überhaupt, was natürlich nienicht sein kann, dann wäre DER nämlich schuld. Der Kunde dementierte auch. Nämlich, dass er so dämlich wäre, einen leeren Karton für 1,49 Euro zu kaufen.

Weniger ob später Einsicht, sondern vielmehr aufgrund des anstehenden Feierabends, reagierte dann aber auch die Briefmarken-Fachverkäuferin. Und wie! "Jetzt muss ich holen!" fährt Sie den Kunden barsch an, stapft von dannen, schnappt sich ein Kartönchen, das als Packset deklariert ist, stapft zurück, scannt ein und knallt sodann 1,49 Euro in kleinen Münzen vor dem Kunden auf den Tresen. Der dann auch noch, hinter zwischenzeitlich verschlossener "Gardine", seine unfreien Sendungen loswerden will. Was er auch wird - begleitet von fremdländischen Worten, die wenig Gastfreundschaft vermuten lassen.

Liebe Männer, die Sie gebührenpflichtige Dienste von peitschenschwingenden Damen in Anspruch nehmen - sparen Sie sich Ihr Geld und besuchen Sie die Deutsche Post. Hier werden Sie garantiert zum Nulltarif gedemütigt.

Und ich bin sicher, wenn nur die Nachfrage groß genug ist, dann gibt´s bald auch Peitschenhieben...

Mittwoch, Januar 02, 2008

Kontaktanzeigen! Männer und was Sie uns wirklich sagen wollen.

Aufgrund meiner umfangreichen Vor-, Aus- und Einbildung bin ich natürlich prädestiniert, die Männer zu verstehen. Und als Trendforscherin quasi dazu genötigt, Kontaktanzeigen von Männern zu lesen. So bleibt es natürlich nicht aus, dass ich, im Laufe meiner jungen Jahre, die Sprache der Männer gelernt hab.

Manchmal wünschte ich, das wäre mir erspart geblieben. Denn ICH versteh die Männer! Und das ist beileibe kein Spaß.

Was Männer wollen ist klar. Sie wissen schon. Männliche Abgründe tun sich jedoch auf, wenn sie sich selbst beschreiben, wie bei besagten Kontaktanzeigen oder in den einschlägigen Singleportalen.

Ich bin ein lebendiger und geistreicher Mann, der mit Ende 30 noch nicht tot ist.
Eigentlich bin ich depressiv, aber mein Therapeut meint, mir gehts gut. Mir gehts gut. Mir gehts gut....

Traumfrau oder doch nur das nette Mädchen von nebenan
Scheißegal wie Du aussiehst oder bist, hauptsache Du lässt mich ran.

DU solltest gerne auch mal öfter schöne Schuhe tragen.
Achtung Mädels, der Typ kauft Euch KEINE Schuhe - der betreibt höchstens Lederpflege.

Es sind immer nur Augenblicke, die unser Leben bereichern.
Solange Du das Licht auslässt ist alles gut.

Fortsetzung folgt...