Heute startet die zweite Staffel von "Gräfin gesucht - Adel auf Brautschau" bei Sat1. Zielte der Sender bei der ersten Ausgabe noch auf Jungmädchenprinzessinnenträume ab, spielt man mittlerweile (zwangsläufig) mit offenen Karten. Trotz Glanz & Gloria verheißendem Titel, wird nunmehr kein Hehl daraus gemacht, dass es um die monetären Verhältnisse der sich aktuell massenmedial offerierenden Blaublüter nicht zwingend fürstlich bestellt ist.
Nicht bei allen Kandidaten handelt es sich um junge Adelssprosse, das Geld scheinen die Herren dennoch nahezu allesamt recht gut gebrauchen zu können. Um die Gunst der Bewerberinnen auf den schön klingenden Holzthron, Verzeihung, adligen Namen im Falle der Beziehungslegalisierung, buhlen ab 19 Uhr bei "Gräfin gesucht" ein 26jähriger Bajuware, Graf Christoph von Preysing mit Wohnsitz am Tegernsee sowie die Nordlichter Graf Tilo von Donner, 39, aus Wahlstorf bei Plön, Graf Johann Villavicencio-Margheri, mit 48 Jahren der Senior, aus Strande nahe Kiel und der 29jährige Hamburger Graf Moritz zu Dohna. Und letzterer bietet sodann doch geringfügigen Anlass zu Spekulationen.
Dass die Brautschau auf den Bildschirmen der Republik keinesfalls standesgemäß ist, darüber herrscht in echten Adelskreisen kein Zweifel. Gut, das dürfte nun nicht nur für altehrwürdiges Blaublut, sondern vielmehr für jeden Menschen mit gesundem sozialen Umfeld und Status gelten. Umso kritischer wird die Angelegenheit jedoch spätestens, wenn statt "Gräfin gesucht", die zukünftige Gattin längst gefunden scheint, der designierte Bräutigam aber dennoch seine Brunftschreie über private TV-Kanälen verbreitet. Dieser unbestätigte Verdacht lastet zumindest auf einem der Kandidaten, welcher augenscheinlich andernorts bereits seinen Hochzeitstisch bestücken lässt. Das riecht, Krise hin, Aufmerksamkeitsdefizit her, ganz arg nach Heiratsschwindel. Sollte dem so sein, wäre es sicherlich eine Überlegung wert, aus "Gräfin gesucht - Adel auf Brautschau" politisch korrekt das neue Format "Mätresse gesucht - Adel auf Abwegen" hervorzubringen.
Sonntag, Juli 26, 2009
Montag, April 20, 2009
Obi ist doof - und wer bei Obi kauft sowieso
Eigentlich war Obi mir immer relativ sympathisch. Das liegt aber vielleicht primär daran, dass ich zumeist bei Max Bahr einkaufe. Und nur so hat es mir vermutlich entgehen können, dass Obi nebst schnödem Heimwerkerbedarf neuerdings auch Tiere verkauft. Ja, da kann der gemeine Bohrmaschinenkäufer direkt die quengelnden Plagen mit einem sooo süßen Teddyhamster zum Schnäppchenpreis oder auch einem putzigen Kaninchen aus dem Wochenangebot ruhig stellen. Genialer Coup.
Liebe Obi-Verantwortlichen, denkt Ihr zufällig auch mal mit oder kostet das dann extra? Ihr tönt großartig mit Umwelt- und Sozialengagement vor einem glubschäugigen Frosch und "vertickt" dann mal eben spontan ein paar Kleintiere "to go"? Habt Ihr es echt so nötig? Sollte und könnte dieses Engagement nicht direkt vor Ort an Euren Kunden beginnen? Wäre es dann nicht sogar um einiges glaubwürdiger?
Mein persönliches Fazit: Obi kommt auf die Blacklist, denn Obi ist doof und wer bei Obi kauft und damit ein so "nachhaltig" agierendes Unternehmen unterstützt sowieso. Boykott rulez - und bewahrt Spontankauf-Tiere vor der zeitnahen Abschiebung ins örtliche Tierheim oder schlimmerem...
Wohin derlei tierische Schnäppchen führen steht u. a. in diesem Mopo-Artikel
Liebe Obi-Verantwortlichen, denkt Ihr zufällig auch mal mit oder kostet das dann extra? Ihr tönt großartig mit Umwelt- und Sozialengagement vor einem glubschäugigen Frosch und "vertickt" dann mal eben spontan ein paar Kleintiere "to go"? Habt Ihr es echt so nötig? Sollte und könnte dieses Engagement nicht direkt vor Ort an Euren Kunden beginnen? Wäre es dann nicht sogar um einiges glaubwürdiger?
Mein persönliches Fazit: Obi kommt auf die Blacklist, denn Obi ist doof und wer bei Obi kauft und damit ein so "nachhaltig" agierendes Unternehmen unterstützt sowieso. Boykott rulez - und bewahrt Spontankauf-Tiere vor der zeitnahen Abschiebung ins örtliche Tierheim oder schlimmerem...
Wohin derlei tierische Schnäppchen führen steht u. a. in diesem Mopo-Artikel
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Uschi Urlaub
Donnerstag, März 19, 2009
Mittwoch, März 18, 2009
Hamburg wrackt ab!
Das Gerücht, dass die Gesundheitsreform eine Abwrackprämie für Kassenpatienten vorsieht, scheint bestätigt.
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Uschi Urlaub
Dienstag, Februar 03, 2009
Bahn mahnt netzpolitik.org ab
Brüller! Die Bahn klagt an. Vielmehr, Sie mahnt ab. Nämlich netzpolitik.org. Weil der Betreiber dieses Blogs unlängst ein "internes Memo" veröffentlichte, welches Gespräche zwischen höherrangigen Bahnmitarbeitern und dem Berliner Datenschutzbeauftragten dokumentiert. Der Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen zu eigenen Gunsten wird dem Blogger Markus Beckedahl unterstellt. Heidewitzka - die Bahn hebt nun als moralische Instanz den Zeigefinger. Nicht gegen sich selbst natürlich.
Aber lesen Sie selbst - der vermeintlich abmahnwürdige Beitrag (das böse interne Memo also) und die darauf folgende Abmahnung der Bahn auf netzpolitik.org
Peinlicher wird die Angelegenheit für Herrn Mehdorn & Co. dann nur noch durch die rechtliche Einschätzung des Juristen Thomas Stadler. Vorerst zumindest...
Ich bin mir nämlich nahezu sicher, dass noch der ein oder andere "Zug nach Nirgendwo" starten wird. Und das behaupte ich jetzt einfach mal so aus dem Bauch heraus und ohne jegliche Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse der Bahn verraten zu wollen. ;-)
Aber lesen Sie selbst - der vermeintlich abmahnwürdige Beitrag (das böse interne Memo also) und die darauf folgende Abmahnung der Bahn auf netzpolitik.org
Peinlicher wird die Angelegenheit für Herrn Mehdorn & Co. dann nur noch durch die rechtliche Einschätzung des Juristen Thomas Stadler. Vorerst zumindest...
Ich bin mir nämlich nahezu sicher, dass noch der ein oder andere "Zug nach Nirgendwo" starten wird. Und das behaupte ich jetzt einfach mal so aus dem Bauch heraus und ohne jegliche Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse der Bahn verraten zu wollen. ;-)
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